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Häufige Krebserkrankungen bei jungen Frauen
Leukämien und Lymphome
Leukämie ist ein Oberbegriff für bösartige Erkrankungen der weißen Blutkörperchen (Leukozyten).
Weil Leukämien nicht auf eine bestimmte Stelle im Körper begrenzt sind, nennt man sie auch bösartige Systemerkrankungen. Die einzelnen Leukämieformen können grundsätzlich in jedem Lebensalter vorkommen, häufen sich aber in bestimmten Altersgruppen. Leukämien sind im Vergleich zu anderen Krebsarten, wie z.B. Brust-, Dickdarm- oder Lungenkrebs, nicht so häufig.
Wenn die bösartig veränderten weißen Blutzellen vor allem von den Lymphknoten, der Milz oder den Mandeln ausgehen (so genannte lymphatische Organe), nennt man die Erkrankung malignes (bösartiges) Lymphom. Auch hier gibt es verschiedene Ausprägungen. Meist sind Lymphknoten, Leber, Milz oder die Schleimhäute des Darms und des Magens befallen. Von dort ausgehend können sich die Lymphome in andere Organe absiedeln.
Die genauen Ursachen dieser Tumorerkrankung sind nicht bekannt. Eine Störung des Immunsystems erhöht das Erkrankungsrisiko.
Leukämien und maligne Lymphome werden meist mittels Chemotherapie behandelt. Durch die Fortschritte in der Therapie haben diese Patienten inzwischen zwar gute Heilungschancen, die eingesetzten Chemotherapeutika schädigen aber die Eierstöcke bei rund 70% der Frauen so stark, dass sich bei ihnen nach erfolgreichem Abschluss der Therapie nie wieder ein normaler Zyklus einstellt. Die Frauen sind auf Dauer unfruchtbar.
Ein inzwischen immer häufiger praktizierter Ausweg ist die zusätzliche Gabe von so genannten GnRH-Agonisten. Hierbei werden die Eierstöcke in eine Art "Winterschlaf" versetzt. Den ruhenden Eifollikeln kann die Chemotherapie nun nichts anhaben. Studiendaten belegen, dass die Mehrheit der mit einem GnRH-Agonisten behandelten jungen Patientinnen nach Abschluss der Therapie ganz normale Regelblutungen haben.
Weiterführende Informationen gibt es unter www.leukaemie-hilfe.de oder www.kinderkrebsstiftung.de
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