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Krebs in jungen Jahren» Lebenseinschnitte durch Krebs
Familiäre Situation
Mit einer lebensgefährlichen Erkrankung wie Krebs wird die Zukunft eines jeden Menschen ernsthaft in Frage gestellt und gefährdet. Die Diagnose muss bewältigt werden und besonders junge Menschen müssen sich auf eine längere, oft schmerzhafte medizinische Behandlung einstellen. Doch nicht nur der Patient ist von dieser Diagnose betroffen. Eine solche Erkrankung hat ebenso Auswirkungen auf das Familiensystem und das soziale Netz des Betroffenen: Der Erkrankte wird aus seiner alltäglichen Situation gerissen. Alle Beteiligten - Eltern, Geschwister, Freunde sowie (Ehe-)Partner - müssen den Schock der Diagnose verarbeiten. Probleme und Ängste tauchen auf, wodurch sich die Beziehungen untereinander und auch Aufgabenverteilungen verändern können. Allen wird enorme psychische Energie und Kraft zur Bewältigung abverlangt.
Nicht allein die Diagnose, auch die Zeit der Therapie und selbst die Zeit danach, wenn der junge Mensch wieder als gesund gilt, sind ohne fremde Hilfe oft nicht zu ertragen: Psychologische Beratung und Begleitung, finanzielle Unterstützung, aber auch Hilfeleistungen durch Freunde und Nachbarn, die das tägliche Leben erleichtern, ermöglichen den Partnern, Eltern und Geschwistern, mit der Situation leben zu lernen. Unterstützung beim Einkaufen oder der Kinderbetreuung ist notwendig.
Hilfe finden Betroffene in Selbsthilfegruppen oder beim Sozialdienst. Diesen bieten die meisten Krankenhäuser und Kliniken, aber auch Krebsberatungsstellen, Krankenkassen und Gesundheitsämter an. Die Sozialdienste informieren über alle Hilfsmöglichkeiten, die es gibt: Sie kennen sich im Dschungel der Zuständigkeiten und Paragraphen aus. Vielleicht finden Patientinnen und Angehörige hier eine Möglichkeit, Probleme auszusprechen, die sie sonst nicht anzusprechen wagen. Der Sozialdienst kann auch Kontakte zu Ehe- und Familienberatungsstellen, Psychologen, Selbsthilfegruppen und anderen Fachleuten vermitteln.
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