Krebs in jungen Jahren» Einfluss auf den Hormonhaushalt

Hormonmangelerscheinungen nach Krebstherapie

Risiko I: Verlust der Fruchtbarkeit
Ganz gleich, welche Verfahren eingesetzt werden, junge Frauen müssen mit hormonellen Veränderungen durch ihre Krebstherapie rechnen. Besonders gravierend sind die Langzeitfolgen der Chemotherapie.

Die Abnahme der Eizellen ist oft rasant. Der Organismus reagiert auf die Schädigung der Eifollikel mit einem an sich sinnvollen, in der aktuellen Situation allerdings verhängnisvollen Kompensationsmechanismus. Um die Fruchtbarkeit der Frau unter den "erschwerten Bedingungen" der Chemotherapie zu gewährleisten, regt das Follikel-stimulierende Hormon ( FSH ) die Eierstöcke immer stärker zur Reifung bisher noch ruhender - und damit vor der Chemotherapie geschützter - Follikel an. Die nun vermehrt ausreifendenden Eifollikel werden durch die Chemotherapie aber ebenfalls zerstört. Und so nimmt der bei der Geburt angelegte Vorrat nimmt schneller ab als geplant, bis auch die letzten noch ruhenden Follikel verbraucht sind und die Eierstöcke ihre Arbeit einschließlich der Hormonproduktion einstellen. Die Folgen: Die Frau kann auf natürlichem Wege keine Kinder mehr bekommen.

 

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